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Massive Kayak Freestyle Action

- endlich seriös Kajak fahren -
Hell Yeahr MkfA

Schädelschongerät

Solltest du zu den glücklichen Paddlern gehören, die ihre Visage nicht unabhängig vom Schwierigkeitsgrad hinter einem breiten Bügel verstecken sollten, dann macht ein Integralhelm manch mal trotzdem Sinn…

Hier erst mal eine generelle Übersicht zu Fullface Kajakhelmen, unten schreib ich dann noch was zu meinem Modell (O’Neal Fury RL Fullface) und wie er die meisten Contra-Punkte entkräftet.

    Pro:

  • Schutz für Kinn, Kiefer, Zähne, evtl. sogar Nase und Augen
  • Hält warm (auf jeden Fall wärmer als ein Halfcut evtl. sogar als ein Fullcut)
  • Style (vorallem eine 3er Stelle damit versauen bringt einen groß raus)
    Contra:

  • Hohes Gewicht
  • Preis
  • Eingeschränktes Sichtfeld
  • Für die Nahrungsaufnahme muss er abglegt werden (ich habs anders versucht – gab ne fette Sauerei und nen Rauswurf aus der Dönerbude)
  • Man hört schlechter
  • Man wird schlechter gehört / kann mit seinem Sicherheitspfeifchen nicht pfeifen
  • Wenige Modelle auf dem Markt

Jetzt mal konkret: O’Neal Fury RL Fullface

Oneal Fury Fullface Helm

Das Ding ist ein MTB-Helm. Habe mich entschieden diese Alternative auszuprobieren nachdem ich den Preis vom Sweet Rocker Fullface gesehen habe und mir beim Testen des „one-size-fits-all“- und „hot-lock-retention“-Systems vom Shred Ready Standard Fullface Helm beinahe die Ohren amputiert hätte.

Im Ernst: 350€ sind für meinen Geschmack einfach so hoch angesetzt, dass ich den Sweet nicht mal anprobiert habe und der Shred Ready wäre OK gewesen (wenn auch wirklich nicht besonders komfortabel an und aus zu ziehen), der Fury macht aber im Vergleich zum Shred Ready einen wesentlich wertigeren Eindruck (Verschluss, Polsterung, Material insgesamt) und das bei 5€ (95,- zu 100,-) Preisunterschied. Meine Bedenken galten hauptsächlich der Trockengeschwindigkeit und dem sehr großen Schirm. Jetzt, nach vier Probetagen am Bach, haben die sich aber ziemlich aufgelöst:

Fullface Lüftungslöcher
Das Wasser fließt dank der 6 Löcher pro Seite unproblematisch ab, außerdem helfen sie beim Trocknen. Der Fury wärmt aber tortzdem extrem gut (auch wenn er nass ist).

Fullface Ohrlöcher
Hören bleibt, dank der Löcher auf Höhe der Ohren, nahezu uneingeschränkt. Im Mundschutz sind zwar auch Löcher, habe aber den Eindruck etwas lauter als früher schreien zu müssen.

Fullface Polster oben
Fullface alle Polster
Nur die Polster an den Backen sind dick. An der Stirn und dem Kopf ist ein relativ dünner Schaumstoff angebracht. Dieser ist nicht aufgeklebt, sondern kann „herausgestüpt“ werden. Bei warmen Außentemperaturen trocknet er ohne Probleme über Nacht. Sollten die Polster doch noch nass sein, sind sie aber innerhalb weniger Sekunden auf Körpertemperatur. Hier also wirklich keine Probleme.

Fullface Schirm
Der Schrim ist ziemlich lang (länger als bei den WW-Helmen üblich) und stört schon mal, weil man mit dem Paddeln dran hängen bleibt, beim Rollen macht er sich nicht bemerkbar.
Theoretisch wäre er komplett abnehmbar, das sieht allerdings aus wie du im Tank-Top (ziemlich bescheuert), eventuell werde ich ihn also kürzen oder damit leben und ab und zu anecken.

Fullface Verschluss
Der Verlschluss (Fidlock) ist wirklich deluxe: magnetisches Schiebeteil ohne Rumgeäffel – auf, zu, passt.

Das Gerät kostet 99,90€ (Verfügbare größen XS bis XL und über 5 Designs – gabs bei mir im Radladen alles zum Ausprobieren), der Schirm (30€) und das Innenfutter (25€) können dann bei Bedarf separat z.b. hier nachgeordert werden.

Laut den Angaben in meinem Helm wiegt er zwischen 1,05 Kg und 1,15 Kg, das fraktur-magazin.de sagt 900g in Größe M. Ich kann nicht behaupten, dass er mich besonders (weder durch ein zu kleines Sichtfeld noch durch hohes Gewicht oder Größe) einschränkt (bis auf die erwähnten Punkte: Sprechen und Schrim).

Fazit

Mit dem richtigen MTB-Modell lassen sich die Nachteile eine Fullface / Integralhelms auf ein Minimum reduzieren so dass man einen wirklich hochwertigen Fullface Helm für einen Preis kriegt, bei dem die Kajakhelme einfach nicht mithalten können.

::UPDATE::
Noch ein paar nachträgliche Gedanken und Antworten auf Fragen, die noch kamen:

Das Gewicht und der Bügel vor dem Gesicht sind natürlich vorhanden und spürbar, für meinen Geschmak aber im grünen Bereich für das Plus an Sicherheit. Aber das ist natürich eine rein subjektive Einschätzung und muss von jedem selbst getestet werden.

Um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken oder andere zu warnen, ist der Einsatz einer Pfeife oft praktisch und manchmal sehr wichtig. Mit angezogenem Fullface ist es aber nur diese zu verwenden, wenn man mit einer Hand den Helm runter zieht während man in der anderen die Pfeife hält. Das erschwert den Einsatz stark und ist natürlich ein Minuspunkt für die Fullys allgemein.

Rollen und Schwimmen im Wildwasser (4 bis 5) habe ich jetzt mal für euch getestet: weder beim einen noch beim anderen konnte ich feststellen, dass ich durch das Ablaufverhalten länger als normal Wasser über den Augen oder vor dem Mund gehabt hätte. Beim Rollen oder unter Wasser merkt man keinen besonderen Druck durch den Helm oder Schrim. Leider ging mir in beiden Situationen zu viel anderes durch den Kopf, als das ich mich voll auf den Helmtest konzentrieren konnte. Will sagen: vielleicht merkt man beim Test im Hallenbad einen Unterschied, während man sich in der fetten Walze nen Einlauf abholt ist einem das aber wahrscheinlich scheiß egal.

Der Sweet Rocker (CE en 1385 CLASS I-IV) wiegt laut Hersteller 850g in M/L.
Der Shred Ready Standard Full Face hat leider keine Herstellerangaben zu Gewicht und Zertifizierung (denk.com schreibt er sei CE 1385 zertifiziert). Ich hatte ihn ja schon mal auf und schätze, dass er ein ganzes Stück leichter ist als seine Alternativen (was nicht nur positiv zu bewerten ist).
Die Alternative O’Neal Fury (CE EN1078) wiegt, wie oben geschrieben, zwischen 900g (MTB-Heft) 1000g (Hersteller).

Der Schirm hat mich schon wieder ein paar mal genervt, ist aber immer noch dran.

Die Farbe des Helmes (egal welcher art) trägt zur Sicherheit bei: einfarbig schwarz, weiß, moosgrün usw. wird schlecht gesehen. Hier muss man halt einen Kompromiss zwischen Sicherheit und Style finden, leider machen es einem die Hersteller nicht unbedingt einfach.

Ich werde wieder updaten, wenn ich neue Erfahrungen bzw. dann Langzeiterfahrungen machen konnte.

Bei Fragen oder Anmkerungen -> wie immer Kommentarfunktion.

Tags: , ,
Kategorie: Material
2. Mai 2013: Philipp | 1.679 views

13 Reaktionen

  1. Vboyz

    Hallo,

    Super Bericht cool erklärt aber bei mir gibt es im punkt sicherheit keinen „zu teuren helm“.
    Der MTX helm ist in der sicherheit sicher super aber er wurde nicht für das wasser gebaut und ist deswegen auch nicht zu 100% geeignet.

    Aber das ist nur neine meinung.

  2. Philipp

    Hi,
    danke für deinen Kommentar. Was meinste du genau, wieso ist er nicht zu 100% geeignet, bzw. was bietet ein fürs Wasser gebauter (Sweet?) Helm an Sicherheit, was der Fury nicht bietet?
    Gehts dir ums (evtl. wasserempfindliche) Material, um die Art der Belastung für die der Helm gebaut ist, oder was anderes? Würde mich interessieren ob ich Nachteile des Fury übersehen habe…

    Gruß
    Philipp

  3. Knäul

    Servus,
    kriegst du bei dem Helm keine Probleme, dass der sich vollsaugt und schwer wird? Die Polster sind ja eigentlich nich fürs Wasser gemacht.
    Und würdest du den Shred Ready trotz Problemen beim an- und ausziehen empfehlen?

    Gruß Knäul

    P.s.: Der Unterschied zwischen Kajak- und MTB-Helmen is, dass MTB-Helme nur für einen starken Aufprall konstruiert sind und Kajak-Helme für viele kleinere bis mittlere. Nen MTB-Helm musst du also eigentlich nach dem erste fette Aufschlag ersetzen.

  4. Philipp

    Hi,
    die Polster an Stirn und Kopf sind eigentlich nicht dicker als bei einem gänigen WW-Helm, da gibt’s keine Probleme.
    Nur die Wangenpolster sind relativ dick. Aber dadurch, dass sie eng anliegen, also an die Backen gedrückt werden, saugen sie sich nicht besonders voll und so groß, dass es sich in hohem Gewicht niederschlagen würde, sind sie auch nicht. Von der Seite also vollkommen OK.

    Den Shred Ready Standard Fullface hatte ich nur relativ kurz zum testen. Außer dem umständlichen An-/Außziehen, viel mir noch die etwas billig wirkende Verarbeitung auf. Ob die sich aber irgenwann tatsächlich als Sicherheits- / Qualitätsproblem entpuppt kann ich nicht beurteilen. Ich denke da hilft am Ende nur selber anziehen und vergleichen. Was mich persönlich noch zusätzlich abhielt den zu kaufen waren die sehr schlechten Support-Erfahrungen die ich mal bei einem Shred Ready Shaggy mit Produktionsfehler gemacht habe.

    Ich hab schon mal versucht raus zu kriegen, was die Normen der WW- / MTB-Helm-Zertifizierungen festlegen und wo sie sich unterscheiden aber leider nichts vernünftiges gefunden.

  5. Knäul

    Ich hab mal in die Normen rein geschaut:
    MTB-Helme dürfen ne Beschleunigung von 250g an den Kopf abgeben, WW-Helme nur 200.
    Der Riemen darf sich bei WW-Helmen 10mm weniger dehnen und der Helm muss schwimmen.
    Außerdem darf die Vorderkante bei Paddelhelmen nur 80mm nach oben rutschen, bei MTB-Helmen steht darüber nix.
    Also wenn ich jetzt nix verdreht hab, sind die Anforderungen bei den WW-Helmen höher.
    Die Normen gelten aber für alle Helmformen, die Integralhelme sind also wahrscheinlich besser.
    Aber die Normen sind auch ziemlich unterschiedlich strukturiert, also nich so leicht zu vergleichen.

    P.s.: Bei MTB-Helmen darf am Kinnriemen kein grünes Teil dran sein ^^
    Normen sind toll

  6. Franzrichard

    Hallo Philipp,
    wie sind denn jetzt deine „Langzeiterfahrungen“? Die Saison ist ja fast rum und du hast den Helm sicher mehrfach eingesetzt. Insbesondere würde mich die Wasserbeständigkeit interessieren und ob er sich wirklich nicht vollsaugt. Ich habe mir den Helm eben im Laden angeschaut und ausprobiert. Da steht bei der XL-Größe ein Gewicht von 1050 bis 1150 gr verzeichnet. Das sind dann 300 bis 400 gr mehr als beim Sweet Fullface. Wenn jetzt noch Wasser hinzukommt, könnte das ein halbes kg Mehrgewicht bedeuten, etwas viel für einen langen Paddltag,zumal mein derzeitiger Helm, Bern-Baker, nur 570 gr wiegt.

  7. Philipp

    Hi Franzrichard,
    der Einsatz im Wasser scheint ihm keine Probleme zu machen, er modert und rostet jeden falls nicht.
    Der Schaumstoff der drin ist saugt schon Wasser und der Helm wird dadurch noch ein mal etwas schwerer (wie viel, kann ich mangels passender Wage leider nicht messen). Mir ist das Gewicht aber nie wirklich störend vorgekommen.
    Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich bisher keinen Direktvergleich hatte. Vielleicht gibt es ja vergleichbare Fullface MTB Helme, die leichter sind…
    Bin jedenfalls noch voll zufrieden und würde ihn mir wieder kaufen.

    Danke für deinen Kommentar.
    Gruß, Philipp

  8. Uwe

    Hallo Philipp,
    vielen Dank für Deine Informationen. Ich hoffe sehr, dass Du noch lebst und Dir der MTB-Helm nicht zum Verhängnis geworden ist;-)
    Ist der Helm innen ausgeschäumt (EPS o. ä.)?
    Bist Du immernoch mit Deiner Wahl zufrieden bzw. hast Du ihn zwischenzeitlich ausgetauscht und wenn ja, gegen welches Modell (o. g. wird ja nicht mehr produziert…)?
    Was hältst Du hiervon:
    O´NEAL FURY EVO Integral Helm
    Besten Dank und lieben Gruß
    Uwe

  9. Philipp

    Servus Uwe,

    mir geht’s gut, danke;) Den Helm nutze ich noch.
    Bzgl. Ausschäumung kann ich dir leider nicht helfen. Evtl. erkennst du das anhand der Bilder?
    Im Moment sehe ich zwei Probleme: 1. ist der Sitz nicht so besonders, d.h. der Helm rutsch in den Nacken 2. der Schirm nervt aufgrund seiner Größe immer noch.
    Sehe keinen Nachteil beim EVO gegü. meinem.

    Gruß & sag Bescheid wie du dich entschieden hast!

  10. axel

    Hi,

    da ich mit einer Riesenrübe „gesegnet“ bin, passen mir die Standardkajakhelme leider nullkommanullgarnicht. Die wurden anscheinend alle für Erbsenköpfe designed. Somit muss ich mich zwangsläufig eh nach Helmen umschauen, welche nicht direkt fürs Kajakfahren entwickelt wurden.
    Aber auch hier kann man Entwarnung geben…viele Kajakhelme sind eh für Ski/Skate oder MTB konstruiert und wurden einfach umgelabelt.

    Ich habe mich deshalb auch im Ski/MTB Bereich umgesehen.

    Momentan fahre ich einen Smith Aspect XL…63-67cm Kopfumfang…Geht gut, ich bin damit auch schon die Soca runter und hatte ordentlich Steinkontakt.
    Das ist aber nicht der richtige Helm wie ich nach einiger Recherche festgestellt habe…Sinnvoller sind EPP MultiImpact Helme…da gibt es z.B. den Smith Pivot, der genau das bietet. Das ist ein anderer Schaum, der für mehrere kleinere Einschläge besser ist.
    Trotzallem muss man sagen, das so ein normaler Helm nicht beim ersten Kontakt zerbricht…in den Foren wird das manchmal so dargstellt, als ob so ein Helm bei jeder Berührung in seine Einzelteile zerbröselt um ja die gesamet Einschlagsenergie aufzunehmen. Unfug!
    Mein Smith Aspect hat dicke Dellen!

    Aber wie gesagt…ein Helm wie der Pivor mit einer Hartplastikschale drumrum und EPP drin ist 100% besser geeignet.

    Da ich eine Pussy bin und eher kein Bock auf Zahnarztbesuche habe, werde ich nun für Streckenabschnitte am oberen Ende meiner Könnensskale(ich werde nie über IV hinausgehen) einen Fullfacehelm verwenden…auch hier gibts im Kajakbereich nix für meine Rübe, weswegen ich mir nun einen Giro Remedy L zugelegt habe(bis 63cm Kopfumfang, mir passt der super, obwohl ich beim Smithhelm der bis 67cm geht das Innenpolster rausnehmen muss)
    Das ist auch ein Downhillhelm…EPP hin oder her…das Ding ist so stabil und dick, da kann mir niemand erzählen, dass mich ein spezieller Kajakfullfacehelm besser schützen würde.
    Gewichtsmässig sind diese Helme natürlich locker doppelt so schwer…aber was will man machen

  11. Mi

    Hallo Philipp,
    Danke für den Bericht und den Link zu Ersatzteilen. Habe gerade den letzten Ersatzschirm blau/gelb geordert. Ich „zweckentfremde“ den Helm zum Snowboarden,da ist das Gesicht beim powdern im Wald oder zwischen Felsen gut geschützt.Lüftung ist Top und bei Kälte geht ein Schlauchtuch drunter.Trinken mit Helm geht, zum Essen setzt man ihn halt ab.

    Ich wünsche Euch immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel !!!

  12. Jonathan von Galaxykayaks

    Moin liebes Team,

    ich sitze gerade an meinem Helm und da kam das Tutorial gerade recht! Die Bestellung habe ich gerade abgeschickt und die Anleitung ist ausgedruckt :)

    Liebe Grüße aus Köln und besten Dank für die verständlichen Erklärungen

  13. Alex

    Hallo—– super Idee!
    bau mir jetzt auch so einen Helm um!

    Danke lg aus Österreich Alex

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